Der Fluss durch Dublin: Die Liffey
Der Fluss trennt den ärmeren Norden und den wohlhabenderen Süden von Dublin. Seit die Immobilienpreise gerade in Innenstadtlagen in die Höhe geschnellt sind, wird es auch im Norden (gerade in Zentrumsnähe, z.B. in Smithfield) immer neuer, schicker und auch teurer.
Das Ufer des Flusses wurde lange vernachlässigt - das ändert sich gerade. In den letzten Jahren wurden an den Ufern der Liffey neue Holzpromenaden gebaut, an denen man nett sitzen kann, neue Brücken kamen hinzu (wie die Millenium Bridge oder die Joyce Bridge), das Bankenviertel International Financial Services Center (IFSC) mit seinen hohen Glaspalästen wurde errichtet und ein im Bau befindlicher Tunnel der Hafen und Autobahnring verbinden soll wird in den nächsten Jahren den LKW-Verkehr vom und zum Hafen verschwinden lassen.
Schiffe fahren so gut wie nie auf der Liffey. Bei Flut ist der Wasserpegel so hoch, dass kein Schiff mehr unter die Brücken passt. Bei Ebbe ist der Pegel so niedrig, dass bestenfalls kleine Ruderboote nicht auf Grund laufen würden.
Entlang der Liffey reihen sich die Sehenswürdigkeiten.
Das Custom House wurde von den Briten 1791 als Hauptzollamt am Ufer der Liffey gebaut. Es ist wahrscheinlich der prächtigste Bau in Dublin. 1921 wurde das Custom House durch ein Feuer in den Wirren des irischen Unabhängigkeitskampfes verwüstet, es ist mittlerweile aber wieder rekonstruiert.
Am Ende der O'Connel Street, der Haupt nord-süd-achse durch die Innenstadt, ist die O'Connel Bridge. Es ist die einzige Brücke Europas, die breiter ist als lang.
Die Ha'Penny Bridge ist so ziemlich das berühmteste Bauwerk in Dublin. Füher musste ein halber Penny Wegezoll zum Überqueren des Flusses gezahlt werden, was der Fußgängerbrücke ihren Namen gab.
Abends ist an den Quais einiges los - Pubs und Clubs wie die Zanzibar sind hier zu finden und im benachbarten Temple Bar tobt am Abend das Leben. Auch einige Hotels sind am Ufer des Flusses, wie das Clarence Hotel.
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